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Sommerzeit

Die Sommerzeit, in Mitteleuropa auch Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) wurde ursprünglich als Energiesparmaßnahme eingeführt. Diesen Zweck erfüllt sie heute nicht mehr, und eigentlich kann sie auch niemand richtig leiden; trotzdem ist sie weit über Europa hinaus verbreitet.

In der ganzen EU, auch in Deutschland, dauert die Sommerzeit vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Im März werden dabei die Uhren um eine Stunde vorgestellt (nämlich nachts von 2 Uhr direkt auf 3 Uhr), und im Oktober wieder eine Stunde zurück (nachts von 3 Uhr auf 2 Uhr). Weil man sich die Richtung der Zeitumstellungen so schlecht merken kann, gibt es im Englischen dafür einen Merksatz: "Spring forward, fall back" ("vorspringen, zurückfallen", oder eben "Frühling vor, Herbst zurück").

Eingeführt wurde die Sommerzeit ursprünglich tatsächlich als Energiesparmaßnahme, und zwar im ersten Weltkrieg. Mehrere beteiligte Nationen versuchten durch die Zeitumstellung, das Tageslicht effektiver zu nutzen und damit Kosten für Beleuchtung zu sparen. Nach dem Krieg wurde die Sommerzeit aber bald wieder abgeschafft. Das gleiche wiederholte sich im zweiten Weltkrieg.

In den 1970er, im Zuge der Ölkrise in Europa, führte schließlich Frankreich erneut eine Sommerzeit ein, wieder mit dem Ziel, Energie zu sparen. Bis Anfang der 1980er schlossen sich nach und nach sämtliche anderen mitteleuropäischen Länder an – womit in Europa eine schon relativ einheitliche Sommer-Winter-Zeitregelung entstand. In Deutschland gibt es die aktuelle Sommerzeit seit 1980, wobei sie ursprünglich schon am letzten Sonntag im September endete. Seit 1996 ist die Sommerzeit in der EU einheitlich geregelt, und dauert vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober.

Unsere Sommerzeit-Rechner zeigen den Beginn und das Ende der Sommerzeit (MESZ) für beliebige Jahre oder auch längere Zeitspannen(*):

Beispiel

Wann beginnt die Sommerzeit (in der EU) in den Jahren 2010 bis 2030?

Ergebnis im Online-Rechner "Beginn der Sommerzeit berechnen" aufrufen

Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) gilt in großen Teilen der EU, auch in Deutschland. Bedingt durch die Zeitzonen gibt es in den östlichen EU-Ländern, z.B. Rumänien, die Osteuropäische Sommerzeit (OESZ), die der MESZ um eine Stunde voraus ist, und in den ganz westlichen EU-Ländern, z.B. Portugal, die westeuropäische Sommerzeit (WESZ), die der MESZ um eine Stunde hinterher läuft. Die Zeitumstellungen finden in der EU aber alle zum gleichen Datum und zur gleichen Uhrzeit statt; nur werden diese Uhrzeiten eben, je nach Zeitzone, etwas früher bzw. später erreicht.

Immer wieder gibt es Bestrebungen, die Sommerzeit wieder abzuschaffen. Denn der offiziell verordnete halbjährliche Jetlag ist nicht nur lästig und höchst unbeliebt, auch die Sache mit dem Energiesparen klappt längst nicht mehr. Das erledigen mittlerweile energiesparende Leuchtmittel. Die Sommerzeit führt im Gegenteil dazu, dass im Frühjahr und Herbst, wenn die Nächte kalt sind, mehr geheizt werden muss (weil man ja effektiv eine Stunde früher aufsteht), und im Sommer, wenn die Tage heiß sind, mehr Klimaanlagen laufen und mehr Menschen schlechter schlafen (weil man natürlich auch effektiv eine Stunde früher zu Bett geht).

Einen Vorteil hat die Sommerzeit aber unbestritten: Die Tageszeit wird der tatsächlichen Zeit zwischen Sonnenauf- und -untergang besser angepasst. Wer tagsüber arbeitet, hat dadurch tatsächlich mehr vom Tageslicht, was sich durchaus wieder gesundheitsfördernd auswirken kann.

Die Sommerzeit ist nicht auf Europa beschränkt. Viele Länder der gemäßigten Breiten (also der Bereiche auf der Erde, in denen es deutliche Jahreszeiten gibt, mit längeren Tagen im Sommer und kürzeren Tagen im Winter), haben eine Zeitumstellung, um im Sommer die längeren Tage besser nutzen zu können. Darunter z.B. die USA, wobei die Sommerzeit hier allerdings nicht einheitlich geregelt ist, sondern sogar innerhalb eines Bundesstaates zu unterschiedlichen Zeitpunkten beginnen und enden kann.

(*) Von 1980 bis 1995 ausgehend von der Situation in Deutschland, ab 1996 nach der ab dann geltenden einheitlichen EU-Regelung.


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