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Papierformate DIN A, DIN B und DIN C

DIN A4-Papier kennt jeder: In vielen Ländern ist es das Standard-Papierformat. Weniger bekannt ist, dass es eine ganze Reihe von DIN A-Formaten gibt – und zusätzlich eine komplette DIN B- und DIN C-Reihe, deren Formate wir täglich nutzen.

Alle drei Papierformat-Reihen teilen eine Besonderheit: Egal, wie oft man ein beliebiges Blatt halbiert, d.h. über die längere Seite halb faltet oder durchschneidet – die dabei entstehenden Blatthälften haben immer genau die gleichen Proportionen wie das Ausgangsblatt. Sprich, das gleiche Verhältnis von Breite zu Höhe, nämlich 1 : Wurzel(2), also etwa 1 : 1,414.

Was zunächst krumm klingt, war eine bahnbrechende Erfindung, denn bei allen anderen Papierformaten ändern sich die Proportionen mit jedem Halbieren. Seiten, die DIN A-, DIN B- oder DIN C-Format haben, behalten ihre Proportionen dagegen bei. So lassen sie sich nicht nur ohne Papierverlust halbieren, wodurch die kleineren Formate der jeweiligen Reihe entstehen. Sie lassen sich auch verzerrungsfrei vergrößern und verkleinern. So passt eine DIN A4 Seite, aufs Doppelte vergrößert, genau auf eine DIN A3-Seite (das nächstgrößere DIN A-Format), und auf die Hälfte verkleinert, exakt auf eine DIN A5 Seite (das nächstkleinere DIN A-Format). Das klappt nur mit den Proportionen der DIN-Formate.

Die DIN A-, DIN B- und DIN C-Formatreihen unterscheiden sich nur in der Größe. Jede Formatreihe beginnt mit der Größe 0 (Null). So ist DIN A0 das Grundformat der DIN A-Reihe. Alle weiteren Papierformate (z.B. DIN A1, A2, A3 usw.) ergeben sich durch wiederholtes Halbieren aus dem Grundformat. Die Zahl gibt an, durch wie viele Halbierungen das betreffende Format entsteht. So entsteht DIN A4 durch viermaliges Halbieren von DIN A0. Je größer die Zahl, desto kleiner ist also das Papierformat.

DIN A-, B- und C-Reihe

Die DIN A-Reihe ist die bekannteste Reihe und bildet die Basisreihe. Sie geht aus von DIN A0, das eine Fläche von genau einem Quadratmeter hat. DIN A-Papierformate werden z.B. für Zeichenblöcke (A3), Schreib- und Druckpapier (A4), Hefte und Karteikarten (A5, A6) verwendet.

Die DIN B-Reihe ist etwas größer: Sie geht aus von DIN B0, das eine Fläche von Wurzel(2) = 21/2 ≈ 1,414 Quadratmeter hat. DIN B-Formate werden z.B. für Musiknoten verwendet (deshalb passen Originalnoten nie richtig in DIN A-Ordner), für Bücher, Reisepässe, Spielkarten und Umschläge.

Die DIN C-Reihe liegt größenmäßig zwischen DIN A und DIN B: Sie geht aus von DIN C0, das eine Fläche von (vierte Wurzel(2)) = 21/4 ≈ 1,189 Quadratmeter hat. DIN C-Papierformate werden z.B. für Briefumschläge verwendet; DIN A-Papier passt in entsprechende DIN C-Umschläge, und die finden wiederum in entsprechende DIN B-Umschlägen Platz.

Mit unseren Papierformat-Rechnern finden Sie heraus, welche Abmessungen und Flächen die einzelnen Formate haben. Berechnet werden können DIN A-Reihe, DIN B-Reihe und DIN C-Reihe, sowie eine komplette Liste jeder DIN-Formatreihe.

Beispiel

Welche Maße hat ein DIN A0 Blatt?

Im Online-Rechner "Papierformat der Reihe DIN A berechnen" aufrufen

Weil sich Papier nur schwer auf den Zehntelmillimeter genau zuschneiden lässt, erfolgt der Zuschnitt von DIN-Papier in der Realität auf den Millimeter genau (und mit einer gewissen Toleranz). Die Papierformat-Rechner geben die Seitenlängen deshalb auf den Millimeter an. Zusätzlich wird neben der nominellen Fläche (der Fläche anhand der rechnerischen, exakten Seitenlängen) auch die reale Fläche (anhand der realen Seitenlängen) berechnet.

DIN und ISO

Die Bezeichnung DIN kommt von "Deutsches Institut für Normung", das die DIN-Papierformate seit 1922 in Deutschland als Norm festlegt. Daneben gibt es auch eine internationale Norm, denn die Formatreihen DIN A, DIN B und DIN C haben sich als so praktisch erwiesen, dass sie sich international durchgesetzt haben und heute von den meisten Ländern als Standard-Papierformate verwendet werden.

Dabei entsprechen die DIN A- und DIN B-Reihe der deutschen Norm DIN 476 bzw. der internationalen Norm ISO 216, und die DIN C-Reihe der deutschen DIN 476-2 bzw. der internationalen Norm ISO 269.


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